Elektronik Entwicklung

4-Kanal DMX-Receiver mit MOSFET

geschrieben von Nino Turianskyj

Die DMX-Breakout-Boards mit MY-Semi ICs wurden je bereits vorgestellt. Diese ICs sind recht unkompliziert in der Handhabung und haben einen wunderbaren Funktionsumfang. Neben der integrierten Konstantstromquelle (KSQ) kann man sie auch als PWM-Generator benutzen und damit Leistungsstufen mit MOSFETs aufbauen. Ausgehend von dieser Entwicklung ist ein 1-4 Kanal DMX-Receiver entstanden, der recht große Leistungen treiben kann. Diese Boards sind ab sofort auch im Shop verfügbar.

4-Kanal DMX--Receiver

Der DMX-Receiver basiert auf dem MY9942 IC, der per DIP-Switch die DMX-Startadresse einstellen kann. Somit kann man entsprechend DMX-Spezifikation mehrere Geräte am DMX-Bus betreiben mit jeweils unterschiedlich eingestellten Start-Adressen. Die Anzahl der verwendeten Kanäle kann zwischen 1 und 4 festgelegt werden. Dies erfolgt über 2 Löt-Jumper. Die Besonderheit dabei ist, dass bei einem eingestellen Kanal das Signal an alle 4 Ausgänge ausgegeben wird und wenn man 2 Kanäle verwendet jeweils zwei Ausgänge das gleiche Signal führen. Damit lässt sich die angeschlossene Last auf mehrere Kanäle verteilen.

Folgende Anwendungsfälle mit Flexband sind denkbar:

  • 1 Kanal: weißes Flexband an bis zu 4 Ausgängen, z.B. jeweils 5m Flexband weiß mit 14,4W/m bei 24V (ergibt 3A pro Kanal pro 5m)
  • 2 Kanäle: Flexband warmweiß/kaltweiß 12V mit 19,2W/m (ergibt ca. 4A pro Kanal je 5m), maximal 2x 5m Rolle an 2x 2 Ausgängen
  • 3 Kanäle: RGB-Flexband 24V, 14,4W/m (ergibt ca. 1A pro Kanal pro 5m), maximal 3 Rollen zu je 5m
  • 4 Kanäle: Flexband RGB-WW 24V, 14,4W / m (ergibt 0,5A je Farbe und 1,5A für weiß pro 5m), maximal 2 Rollen

Das Board ist 40x73mm groß und so gestaltet, dass es im Gehäuse 2030 von Strapubox eingesetzt werden kann. Das Gehäuse gibt es für rund 2 EUR bei Reichelt. Es ist 80x46x26mm groß.

DMX-Receiver im GehäuseDMX-Receiver im Gehäuse

 

 

Im Prototyp sind die Anschlüsse auf Schraubklemmen gelegt. Lediglich die Spnnungszufuhr wird über eine Steck-/Schraubklemme realisiert. Im endglültigen Produkt werden dann alle Anschlüsse auf derartige Klemmen gelegt. Damit muss man das Gehäuse für den Anschluss nicht mehr öffnen.

 

 

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