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LED mit normalem Lichtschalter dimmen

Retrofit-LED-Lampen lassen sich heutzutage mehr oder weniger gut mit herkömmlichen Wanddimmern regeln. Wie ist es aber mit LED-Streifen, die Sie z.B. bei einer indirekten Beleuchtung verbaut haben?

Ein klassisches Beispiel ist eine indirekte Beleuchtung mit Lichtvouten, die die herkömmliche Deckenlampe ersetzt. Da LED-Streifen und LED-Leisten gewöhnlich mit Niedervoltspannung (i.d.R. 24 Volt) betrieben werden, gehört zur Installation ein Netzteil, das aus der normalen 230 Volt Hausspannung eine Niedervoltspannung macht.

Nicht selten ist dann der Wunsch, die neue LED-Beleuchtung gleich mit einem vorhandenen Wanddimmer in der Helligkeit zu steuern. Der vorhandene Dimmer wird aber sehr wahrscheinlich für 230V Wechselspannung ausgelegt sein und diese mit einem sogenannten TRIAC gewissermaßen „zerhacken“ um einen Dimm-Effekt zu erreichen. Bei normalen Glühlampen funktioniert dies auch sehr gut, die LED-Netzteile können jedoch nicht mit einem 230V-TRIAC-Dimmer runtergeregelt werden. Die „zerhackte“ 230V Wechselspannung könnte das Netzteil im schlimmsten Fall sogar zerstören!

Wir benötigen also eine andere Lösung. Generell werden LED nicht über einen TRIAC (mit Phasenanschnitt- oder Phasenabschnittsverfahren) gedimmt, sondern über eine Pulsweitenmodulation – kurz PWM. 3 Optionen bieten sich an:

 

1) TRIAC LED TREIBER

Spezielle LED-Netzteile haben eingebaute LED-Controller, die aus einem Phasenan- oder Phasenabschnittssignal in der zugeführten 230V Spannung, die gewünschte Dimmung auslesen und diese in eine für LED geeignete PWM-Steuerung übersetzen. Das Verfahren klingt genial, hat aber seine Tücken. Das Dimmen funktioniert nur bis zu einer gewissen Mindesthellligkeit, da der Treiber nicht komplett ohne Spannung auskommen kann. Generell sind derartige Treiber nur bis zu einer bestimmten Leistungsgrenze verfügbar und dabei oft z.B. für eine indirekte Raumbeleuchtung nicht leistungsstark genug. Schließlich führt die Kombination TRIAC zu PWM auch gern zu störender Geräuschentwicklung im LED-Treiber. Generell gehören daher TRIAC LED Treiber nicht zu unseren favorisierten Lösungen und liefern diese nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch.

 

2) 1-10V STEUERUNG

Die 1-10V Steuerung ist ein weit verbreitetes, einfaches Verfahren zur Lichtsteuerung. Ein analoges 1-10V Steuersignal dient dabei zur Dimm-Steuerung. Das schöne ist, dass es von quasi allen bekannten Schalterherstellern entsprechende 1-10V Regler für den klassischen Wandeinbau (in der Unterputzdose) gibt. Spezielle, meist auch vergleichweise günstige 1-10V LED-Dimmer lesen das 1-10V Steuersignal aus und erzeugen die passende PWM zum Dimmen der LEDs. Die LEDs lassen sich so ohne Probleme auch bis auf 0 – also AUS – dimmen. Linear, praktisch geräuschlos und auf Wunsch lassen sich auch Mehrzonen-Steuerungen bis hin zu RGBW-Farbsteuerungen realisieren.

1-10V LED-Steuerung
1-10V LED Controller
1-10V RGBW LED Controller

Nachteil: 1-10V ist ein kabelgebundenes System. Es muss also neben der normalen Niedervoltspannung immer auch die Signalleitung für 1-10V bis zum LED-Dimmer geführt werden. Das bedeutet erhöhten Kabelaufwand. Sind aber beispielsweise 5-adrige Kabel verlegt, lässt sich so über ein Kabel alles übertragen.

 

3) FUNK-EINBAUMODULE FÜR GEWÖHNLICHE LICHTTASTER

Dies ist die aktuell von uns favorisierte Lösung.

Winzig kleine Funkmodule werden dabei mit gewöhnlichen Lichttastern verbunden und steuern dann über Funk entsprechende PWM-LED-Controller. Die Funkmodule sind so klein, dass Sie hinter normale Lichttaster in die Unterputzdose passen. Ein kurzer Druck auf den Taster schaltet die LED-Beleuchtung dann Ein und Aus. Ein langer Druck dimmt die LEDs Auf und Ab. Ein Dimmen bis auf 0 – also Aus – ist problemlos möglich und wenn man einen Doppeltaster verwendet, können AN und Hochdimmen sowie AUS und Runterdimmen auch auf getrennte Tasten gelegt werden. Ebenso lassen sich 2 Funkmodule hinter einen Doppeltaster verstecken, so dass ab sofort 2 getrennte Lichtzonen gesteuert werden können. Jede Lichtzone – also z.B. das Esszimmer und die Küche –  liegt dann auf einer Taste.

Folgendes Video erklärt die Installation des Funk-Moduls:

Nachteil der Lösung über Funkmodule ist, dass die kleinen Module eine Batterie für den Betrieb benötigen, die nach unserer Erfahrung alle 1-2 Jahre gewechselt werden muss. Dafür entfällt der Verkabelungsaufwand und man kann das System sehr einfach mit weiteren Fernsteuerungen (z.B. noch einem Handsender) oder weiteren LED-Controllern (wenn man die Beleuchtung erweitern möchte) ergänzen.

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